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Simon 1988: Simon,der Besitzer eines Coffeeshops in Amsterdam,
hat eine feste Freundin, schläft aber auch mit anderen Frauen. Der
unbekümmerte Macho und Hasch-Dealer hat außerdem zwei Kinder
in Thailand. Als er Camiel, einen Zahnmedizin-Studenten, mit seinem
Jeep anfährt, nimmt Simon ihn lässig auf dem Rücksitz mit
ins Krankenhaus. Damit beginnt die Freundschaft zwischen dem schwulen
zurückhaltenden Camiel und dem super-hetero Simon. Vierzehn Jahre später begegnen sie sich durch Zufall wieder, aber vieles hat sich verändert. Simon hat Krebs im Endstadium und nur noch einige Monate zu leben, behandelt die Krankheit aber eher beiläufig; seine Kinder aus Thailand sind nach dem Tod ihrer Mutter nach Holland gezogen; die Frauen aus Simons Leben sind verheiratet mit anderen Männern und Camiel, mittlerweile praktizierender Zahnarzt, steht kurz davor seinen Lebenspartner, den Juristen Bram, zu heiraten. Gerade der schüchterne Camiel ist fasziniert von Simon und erweist sich in dieser für ihn schweren Zeit als besonderer Freund. Er befreundet sich mit Simons 20jähriger Tochter Joy ond ihrem 15jährigen Bruder Nelson. Camiel erfährt aus nächster Nähe wie Simon und seine Angehörigen mit der Krankheit umgehen. Die Kraft und den Humor, den Simon ausstrahlt beeindrucken ihn tief. Der Film dreht sich um Mitgefühl und Verständnis, als die zwei Freunde sich wieder treffen und Simon Sterbehilfe für sich in Erwägung zieht. Auch mit diesem schwierigen Themenumfeld erlaubt Terstall niemals, dass der Film schnulzig wird. Stattdessen bewahrt er sich einen komischen Unterton, besonders durch Simons geistreiche Bemerkungen und oft schwarzen Humor. Intensiv und erschütternd, aber auch mit einer großen Liebe
zum Leben thematisiert der preisgekrönte Film Abschied, Tod und Euthanasie. Wo viele Filme, besonders amerikanische, die Geschichte so gesponnen
hätten, dass Camiel AIDS hätte, leistet Terstall einen geschickten
Wechsel dadurch, dass er den Hetero Simon den 'Camiel-Part' übernehmen
lässt. Auf diese Art und Weise dramatisiert er die sozialen Angelegenheiten,
die gerade aktuelles Thema in den Niederlanden sind: Die Produktionsfirma Living Films drehte den thailändischen Teil
des Films von Oktober bis November 2003. Der Dreh fand hauptsächlich
in Koh Chang, einer tropischen Insel an der Ostküste nahe der Grenze
zu Kambodscha statt. Weil es der erste Film war, der auf der Insel gedreht
wurde benutzte die Produktion spektakuläre Dschungel, Strand und
Wasserfall-Locations.
Filmographie (Auswahl): Transit (1992)
Preise und Nominierungen: Oscar-Nominierung 2005 Nominierung für den Europäischen Filmpreis 2005 Tribeca Film Festival New York 2005:
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