cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11
Freitag, 17.12.2004 ab 20.00 Uhr (Cocktailbar) / Filmstart um 21.15 Uhr
cineRosa präsentiert Cocktails und einen deutschen Travestie-Komödien-Klassiker:
| Viktor und Viktoria
Regie: Reinhold Schünzel D 1933, 101 min, sw mit freundlicher Unterstützung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Vor dem Film ab 20.00 Uhr bietet das Patio im Foyer des Kinos in passender Atmosphäre und mit Musik der 20er- und 30er-Jahre Cocktails zum Sonderpreis an! Bei einem Vorsprechen für den ‚Hamlet’ wird der – eher komisch begabte - Mime Viktor Hempel abgelehnt und lernt die bis dahin ebenfalls erfolglose Schauspieldebutantin Susanne Lohr kennen. Sie freunden sich an und Susanne erfährt, dass Viktor, um seinen kargen Lebensunterhalt zu verdienen, in einem billigen Varieté als Damenimitator „Monsieur Viktoria“ auftritt. Als er erkrankt hat er die ‚wunderbare’ Idee, dass Susanne für ihn einspringen solle. Die Nummer wird ein voller Erfolg und gemeinsam gehen die beiden auf Tournee – mit dem einzigen Haken, dass Susanne auch im Privatleben als „Mister Viktoria“ überzeugen muss. Im Frack verdreht sie allen Frauen, von der Lady bis zum Straßenmädchen, den Kopf - bis sie auf Robert trifft, "Londons berühmtesten Frauenkenner", der sie auf die Probe stellt: wunderbar, wie Renate Müller sich beim Barbier rasieren lässt. Schließlich jedoch muss Viktor Hempel selbst wieder als "Viktoria" einspringen, um einen Skandal zu vermeiden. Viktor und Viktoria ist die Grundlage für Blake Edwards Film "Victor/Victoria" mit Julie Andrews in der Hauptrolle sowie für einige andere – zu recht erfolglos gebliebene - Filme. Das Original, eine rasante Komödie rund um Crossdressing und Geschlechterverwirrungen, hat nichts von seinem Charme verloren – und schlägt, was den lesbischen Subtext anbelangt, seine Remakes um Längen! Regisseur Reinhold Schünzel: Reinhold Schünzel war einer der erfolgreichsten Ufa-Regisseure der Weimarer Zeit. Als sogenannter ‚Halbjude’ wurde er von der Nazi-Regierung Deutschlands geschützt, bis er sich mit Filmen wie "Amphitryon" unbeliebt machte, der deutlich das nationalsozialistische Regime und den Stil von Leni Riefenstahls Reichsparteitagsfilmen karikierte. 1937 floh Schünzel in die USA, konnte jedoch weder dort noch nach seiner Rückkehr in die BRD an seine früheren Erfolge anknüpfen. Die ebenfalls sehr erfolgreiche Schauspielerin Renate Müller, eine Entdeckung Schünzels, starb 1937 unter ungeklärten Umständen. Hartnäckig halten sich bis heute Gerüchte um Drogenmissbrauch und Selbstmord, nicht zuletzt, weil Renate Müller ihre Beziehung mit einem jüdischen Emigranten nicht aufgeben wollte und der Druck der Nazis auf den Publikumsliebling ständig zunahm. Verleih Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Tel. 0611-97708-11 Email: info@murnau-stiftung.de Links der Hauptdarstellerin Renate Müller Website mit vielen Daten zum Film Original-Kritik von 1933 Eure Kommentare zum Film: rw@rollenwechsel.net
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