Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11 Kartenreservierungen
Mittwoch 24.1.2007 bis Samstag 27.1.2007 um 20.30 Uhr
RollenWechsel präsentiert schwules Kino, das unter die
Haut geht:
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Mysterious Skin
Der gleichaltrige Brian hingegen ist eher ungeschickt. Als es eines Tages aufgrund eines Regenschauers zu einem Spielabbruch kommt, werden alle Kinder bis auf Brian abgeholt. Später wacht er mit Nasenbluten aus einer Ohnmacht im heimischen Keller auf und kann sich an nichts erinnern, was in den letzten fünf Stunden passiert ist. Zehn Jahre später ist Brian (Brady Corbet) überzeugt davon, dass er während seines Blackouts von Außerirdischen entführt wurde. Die Alpträume, die ihn seit der fraglichen Nacht plagen, handeln von schrecklichen Experimenten, die man an ihm durchführte. Immer wieder erkennt er aber auch einen Jungen in seinen Visionen, über die er penibel Buch führt. Dank einer Fernsehsendung findet er Kontakt zu einer anderen Entführten. Zusammen mit ihr macht er den Namen des Jungen ausfindig. Es handelt sich um Neil (Joseph Gordon-Levitt), mit dem er vor Jahren im selben Baseballteam war. Zur gleichen Zeit macht Neil in seinem Provinzheimatstädtchen erste
Erfahrungen als Stricher und verbringt die meiste Zeit mit
seinen Freunden Wendy und dem ebenfalls schwulen Eric. Während Neils
sexueller Entdeckungsdrang ihn nach New York führt, findet der völlig
verstörte Brian auf der Suche nach seiner eigenen Identität
zu Neil.
Hintergrundinfos: Der bisexuelle, asiatisch-amerikanische Skandalregisseur Gregg Araki
hat mit seinem achten Film zum ersten Mal die Geschichte eines anderen
Autors verfilmt. Scott Heims poetischen Roman mit seinen dunklen und kontroversen
Komponenten zu realisieren sei ihm erst nach mehrjährigen Experimenten
mit der subjektiven Kamera gelungen.
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![]() Neil und seine Mutter |
![]() Wendy und Neil |
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Mit Joseph Gordon-Levitt hat sich Araki einen der zurzeit talentiertesten Jungdarsteller ins Boot geholt. Sein Neil ist hart, rücksichtslos und trägt an der Stelle des Herzens ein schwarzes Loch, wie seine beste Freundin Wendy (Michelle Trachtenberg) im Film sagt. Und doch schafft es Gordon-Levitt durch diese harte Schale immer wieder Verletzlichkeit durchblitzen zu lassen. Seine Leistung knüpft nahtlos an seine famose Darstellung in Brick an. Dass Brady Corbet als Brian da nicht ganz mithalten kann, ist ihm nicht übel zu nehmen, vor allem weil Neil im Fokus des Betrachters liegt. Als erfahrenen Beistand hat man Elisabeth Shue gewinnen können, die als jugendliche Mutter einige Sympathien sammelt und ihre Rolle sehr gut ausfüllt. Michelle Trachtenberg übernimmt die Rolle des lebenserfahrenen Schutzengels und weiß zu begeistern, vor allem weil man ihr eine derartige Rolle gar nicht zugetraut hätte. Des weiteren sind die wichtigeren Rollen mit Bill Sage, Mary Lynn Raiskub, Jeffrey Licon und als Gaststar Billy Drago blendend besetzt.
Gregg Araki hat Mut bewiesen und sich an die äußerst gewagten
Thematiken Pädophilie und Prostitution herangewagt. Erstaunlich
sensibel und leichtfüßig gleitet Mysterious Skin
mit Hilfe von 2 grundverschiedenen Geschichten durch seine 99 Minuten
Laufzeit, ohne dabei aber zu harmlos zu bleiben.
Der Regisseur:
Filmographie (Auszug):
Kritiken: Ein Film, der unter die Haut geht, sich im Hirn festsetzt und den man lange nicht vergessen kann und auch nicht sollte. - Cinefacts.de Neils und Brians hilflose Versuche der Bewältigung und der Verdrängung gehören zum Anrührendsten, was das amerikanische Independent-Kino in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. - Die Zeit
Preise:
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