Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11 Kartenreservierungen
Dienstag 25.3.2008 bis Freitag 28.3.2008 um 20.30 Uhr
RollenWechsel präsentiert das Debüt eines jungen
australischen Regisseurs
|
Tan Lines
Midget Hollows lebt in einer kleinen Küstenstadt in den Außenbezirken Sydneys und vertreibt sich die Zeit am liebsten mit Surfen und Skaten. Mit 17 wohnt er noch bei seiner Mutter und jobbt für die wunderliche Mrs McQuillan oder hängt mit seinem Kumpel Dan ab. Als dessen offen schwuler Bruder Cass aus Europa für einen Kurzbesuch auftaucht, verliebt er sich in Cass - ein echtes Problem im Kreis männlicher Surfer. Cass hat jedoch eine Affäre mit einem Lehrer, während Midget von der aufdringlichen Alice bezüglich seiner geschlechtlichen Vorlieben auf die Probe gestellt wird ...
Der Regisseur:
Der Autor ED über seinen Film: "Ich saß in meinem kleinen
Zimmer in Redfern, da, wo Sydney nicht so teuer ist, und entwickelte ein Drehbuch
mit dem Titel "Tan Lines". Ich bin Surfer und ich bin schwul, aber ich
wollte keinen schwulen "Surf-Film" machen, sondern einen Film über
einen Teenager, der feststellt, daß seine Sexualität nicht so ist,
wie sie in Surferkreisen verlangt wird - und über die Probleme, die dadurch
entstehen. Fürs Casting sprachen wir Gruppen junger Surfer und Skater in der Öffentlichkeit an. Wir schickten einen weiblichen Lockvogel aus, Lorena. Erst wenn die Jungen sich für sie interessierten, erklärten wir, daß es eigentlich um einen schwulen Stoff gehe. So fanden wir unsere Hauptdarsteller. Sie
hatten keinerlei schauspielerische Erfahrung, aber sind jung, wirken natürlich,
und sie sind natürlich exhibitionistisch. Das macht sie zu idealen Darstellern,
zumal sie keine Probleme hatten, schwule Charaktere darzustellen. Die
Drehzeit war sehr kurz, und vor allem die Drehvorbereitungen. Die dauerten nur
eine Woche. Wir mussten sehr viel improvisieren, nicht selten wussten wir am Tag
vorher noch nicht, in welchen Locations wir am nächsten Tag drehen sollten.
Der Produktionsleiter Michael Stieders ging während des Drehs auf Location-Suche,
machte ein paar Fotos, und am nächsten Tag filmten wir bereits dort. Wir hatten kein Budget und drehten folglich ohne Genehmigungen,
in der Hoffnung, nicht erwischt zu werden. Es hat funktioniert, ohne größeren
Stress, den machte allein das Wetter. Kritik:
In seinem mit surrealen Szenen gespickten Debüt gelingt Regisseur Ed Aldridge
die intime und authentische Momentaufnahme eines Jugendlichen auf Identitätssuche.
Links:
| ![]() Midget Hollows
| ||
|
![]() |