Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11 Kartenreservierungen
Mittwoch 30.5.2007 bis Samstag 2.6.2007 um 20.30 Uhr
RollenWechsel präsentiert im Mai eine Komödie,
die einen augenzwinkernden Blick auf Beziehung, Verlangen und Freundschaft wirft.
| Mango
Kiss Lou verliebt sich überraschend in ihre beste Freundin Sassafras, aber noch bevor sie sich ihrer Freundin offenbaren kann, brechen beide zusammen nach San Francisco auf, um dort im als Künstlerinnen zu arbeiten. Sie finden sich schnell im Brennpunkt der queeren Szene wieder und lernen eine lesbische BDSM-Subkultur kennen, die ihnen vollkommen neu ist. Um Sassafras Bedenken, eine feste Beziehung würde ihre Freundschaft schädigen, aus dem Weg zu räumen, schlägt Lou ihr ein Rollenspiel vor in dem sie selbst die Rolle des "grimmigen Seebären Lou" und Sass die der "missratenen Prinzessin Sassafras" übernimmt. In der Folge verschwimmen künstlerische und Beziehungsrollen zusehends; im nicht-monogamen Umfeld der Subkultur werden ihre Beziehung und ihr Rollenspiel immer komplizierter. Sass trifft Micky, eine Gitarre spielende Punkerin aus der BDSM-Szene, Lou bietet sich der attraktiven dominanten Gemüsehändlerin Chelsea Chuwawa als Bottom an. Die beiden lernen das unglückliche lesbische Ehepaar Edith und Archie kennen, und Sass alternde Mutter blickt auf ihre Zeit der "freien Liebe" zurück. Die Situation spitzt sich weiter zu, als Lou für Sass eine wilde Geburtstagsfeier organisiert, in deren Verlauf es zu einem Gesellschaftsspiel der besonderen Art kommt. Aus dem bekannten "Wahrheit oder Pflicht" beim Flaschendrehen wird "Schlage oder küsse". Als Lous Flasche in Mickys Richtung zeigt, will sie weder das eine noch das andere Quelle: wikipedia
Hintergrundinfos: Der Film "Mango Kiss" beruht auf dem sehr erfolgreichen Theaterstück "Bermuda Triangles: The non-monogamy experiment", geschrieben von Sarah Brown. Regisseurin Sascha Rice greift die ungewöhnliche Geschichte um ein nicht-monogames Lesbenpaar in der BDSM-Szene San Franciscos auf. Ihr gelang es mit einem sehr geringen Budget daraus einen absolut sehenswerten Independent-Film zu produzieren. In seiner ursprünglichen Fassung spielen 5 Akteurinnen in nur einem Raum. Beim Schreiben des Drehbuches zu "Mango Kiss" kamen dann einige Locations, Haupt- und Nebenakteure dazu. Da das Theaterstück in der Lesbenszene Anfang der 90er Jahre spielt, war es für die Regisseurin wichtig, für den Film gerade das Lebensgefühl vor dem "Dot-Com"-Boom einzufangen, was im San Francisco des Jahres 2002 nicht gerade einfach war. Horrende Mietpreise, viel noblere Geschäfte und Bars als noch vor 10 Jahren und die Tatsache, dass einfach kein Apartment für den Dreh zu finden war, stellte die Filmcrew vor große Probleme. Das Casting für den Film fand in Kalifornien statt, gute Bewerberinnen aus New York wurden nicht genommen, da die Reisekosten nicht übernommen werden konnten. So sind viele der Schauspielerinnen auch "Laien" bzw. in ihrer ersten größeren Rolle, allen voran Michelle Wolff, die "Lou" verkörpert. Die witzigsten Bewerbungen waren der Männer, die sich auf die Rolle von "Lou" bewarben, obwohl genau beschrieben wurde, dass es sich um einen Lesbenfilm handelt. Während
der Dreharbeiten war Regisseurin Sascha Rice schwanger und bekam kurz nach Ende
der Shootings einen kleinen Jungen. Vater ist ihr Lebenspartner Joe Mellis, der
im Film den Schwulen Kaz spielt.
Die Regisseurin:
Filmographie:
Kritik: Sascha Rice, die das Drehbuch eines Theaterstückes adaptierte, begeisterte das Publikum des Londoner Lesbian & Gay Film Festival mit dieser frischen und kurzweiligen Komödie, die einen augenzwinkernden Blick auf Beziehung, Verlangen und Freundschaft wirft. - Kunsthaus Graz Mit leicht durchtriebenem Humor und einer Menge Sex ist Mango Kiss eine übermütige, mit Zucker überzogene Komödie. - Miami Film Fest
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