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Meeresfrüchte Regie: Oliver Ducastel
und Jacques Martineau F 2004, 90 min., OmU. Story: Sommerferien
in Frankreich. Marc, seine Frau Béatrix und seine beiden Kinder fahren
an die sonnige Mittelmeerküste in das Ferienhaus, in dem Marc schon als Jugendlicher
so manchen Sommer verbracht hat. Während Tochter Laura schon recht bald dem
gemeinsamen Familienurlaub entflieht und sich mit ihrem Freund an die Strände
Portugals absetzt, wartet der 16jährige Sohn Charly auf Martin. Kurz nach
Martins Eintreffen stellt sich heraus, dass Martin sich in Charly verliebt hat.
Als Charlys Mutter Béatrix die Vermutung äußert, Charly wäre
ebenfalls schwul und zudem Béatrix' Liebhaber Mathieu im Urlaubsort eintrifft,
verlaufen die Sommerferien plötzlich völlig anders als erwartet.
Nach
dem wunderbar-witzigen Road Movie "Drôle de Felix" (Felix) und
der originellen Coming-of-Age-Komödie "Ma vraie vie à Rouen"
(Mein wahres Leben in der Provinz) verpackt das französische Autoren/Regie-Gespann
Olivier Ducastel und Jacques Martinez das alles bestimmende Thema Liebe in heiter-beschwingte
Töne. Doch "Meeresfrüchte" ist nicht nur sommerlich-leicht
wie ein unbeschwerter Urlaub an der Cote d´Azur, Ducastel und Martinez setzten
sich auch mit existenziellen Fragen wie Selbstfindung, Identität und sexuelle
Orientierung auseinander. "Meeresfrüchte" wurde in der Panorama-Reihe
der Berlinale 2005 uraufgeführt und erntete dort begeisterte Kritiken bei
Presse und Publikum. Zudem wurde der Film von Europa Cinemas als Bester Europäischer
Film mit dem Label Europa Cinemas in der Sektion Panorama ausgezeichnet.
Der Preis, mit dem insbesondere europäische Filme gefördert werden
sollen, wurde in Berlin zum ersten Mal vergeben. Die Jury, die sich aus fünf
Kinobetreibern zusammensetzt, prämierte "Meeresfrüchte",
eine erfrischende Komödie über sexuelle Verhaltensweisen, wegen
seines geistreichen Skripts und der großen schauspielerischen Leistungen. Des
Weiteren wird der pointierte Dialogwitz und der virtuose Inszenierungsstil gelobt,
der Erinnerungen an Eric Rohmer wachruft. Das kommt nicht von ungefähr, gelten
Ducastel und Martinez doch als seine tiefen Bewunderer, insbesondere von dessen
Pauline à la plage (Pauline am Strand, 1982). Ducastel & Martinez
haben ein hervorragendes Ensemble von etablierten Schauspielern und talentierten
Nachwuchsdarstellern vor der Kamera vereinen können. Dabei glänzen neben
Newcomern wie Édouard Collin und Romain Torres vor allem die ebenso verführerische
wie vielschichtige Valeria Bruni-Tedeschi, die zuletzt auch als Regisseurin (Eher
geht ein Kamel durchs Nadelöhr...) auf sich aufmerksam machte, sowie der
dank Im Rausch der Tiefe The Big Blue zur lebenden Legende avancierte Jean-Marc
Barr. Er drückt diesen erotisierenden "Meeresfrüchte"N mit
seinem prägnanten Part des homosexuellen Klempners Didier seinen unnachahmlichen
Stempel auf. (Pressenotiz von ProKino) Die
Regisseure: Oliver
Ducastel & Jacques Martineau Die beiden Regisseure drehen gemeinsam
seit 1995 mit großem Erfolg Spielfilme in Frankreich. Nach "Jeanne
et le garçon formidable" (1997) fanden sie eine immer größer
werdende Fangemeinde in Deutschland unter anderem mit "Félix"
(1999) und "Mein wahres Leben in der Provinz" (2003). Während
Oliver Ducastel der Spezialist für Ton und Kameraführung ist, kümmert
sich Jacques Martineau vorwiegend um die Texte, Lieder und Choreographie. | |
Hintergrundinfo: Türenknallen
stellt ein wichtiges Element des Filmes dar, erklärt Oliver Ducastel. "Ja,
wir haben das Türenknallen nicht nur ins Drehbuch geschrieben, sondern waren
auch fleißig bemüht, es zu drehen und zu zeigen! Wir haben zwei Tage
damit verbracht, Schauspieler austreten und eintreten zu lassen. Am Schluss
war uns allen schon ganz schwindlig. Es wäre uns ein Leichtes, eine Abhandlung
über tausend und eine Art, Türen zu öffnen, zu schließen
und zu knallen zu schreiben!" Kritiken:
"Dieses freche, aber federleichte Singspiel, realisiert von Ducastel und
Martineau, entwirft eine sexuelle Utopie, indem es Momente der sinnlichen Verirrungen
einer witzigen Sippe im Urlaub am Meer erwischt." (France Soir) "Eine
schwungvolle Komödie vom Duo Ducastel-Martineau. [...] Valeria Bruni-Tedeschi
brilliert als aufgedrehte Holländerin, Melki wie immer perfekt, Jean-Marc
Barr cool, Bonnaffé als Idiot passt und die Jugendlichen sind ultraglaubwürdig.
Ihnen ist der Drive der Komödie zu verdanken..." (Libération) "Ducastel
und Martineau choreographieren mit glücklichem Händchen die Liebe am
Strand und die Verwirrung der Begierden [...] Die große Qualität dieser
scheinbar oberflächlichen, aber in zauberhafter Weise visuell überbordenden
Komödie liegt in der Klarheit des Blicks. (...) Ducastel- Martineau beweisen
gegenüber ihren Helden eine zarte immer von Nachsicht getragene Ironie. (...)
ein in seiner Leichtigkeit fast entschwindender Film, der, ganz nach alter französischer
Puppenspieltradition, schonungslos gegen die Heuchler und die Bösen vorgeht." (Télérama) Links:
Offizielle Internetseite
des Films (inkl. Trailer) ,dt.
Offizielle
Internetseite des Films, franz.
Pressemappe des Films (PDF)
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 Didier,
Marc, Béatrix und Mathieu
 Martin
und Charly

Béatrix und Marc

Mathieu und Béatrix

 Charly
und Didier
 Charly,
Béatrix, Marc und Laura
 ...bei
den Dreharbeiten
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